Ein ganz besonderer Blick zurück: Unser langjähriger Trainer hat seine Zeit bei den Herrenmannschaften des SV DJK Schlichthorst in einem ausführlichen Bericht festgehalten. In der Festschrift findet ihr Auszüge daraus – den kompletten Bericht könnt ihr hier auf unserer Website nachlesen.

Ich bin sehr froh, dass man mich von den Verantwortlichen der Festschrift gefragt hat, ob ich einen Text über meine Zeit schreiben möchte. Dies habe ich gerne zugesagt. Des Weiteren sollen hier nicht nur meine Erfahrungen, Erinnerungen und auch Gefühle zum Ausdruck kommen. Ich habe in dieser Woche mit einigen meiner ehemaligen Spielern telefoniert. Hier soll es auch um Sie und ihre Erinnerungen gehen. Wir schauen auf die Faktenlage und am Ende beschreiben wir dann nochmal durch die Anekdoten was diese Mannschaft nicht nur für mich besonders gemacht hat. Im nächsten Jahr steht bereits der 10te Jahrestag unserer Meisterschaft an. Ein Grund in Engelern zu feiern.
Der Beginn einer kurzen heftigen Erfolgswelle
Aufbruch zu neuen Ufern ab Juli 2014
Im Sommer 2014 ging es nach dem Abstieg wieder um Aufbruchstimmung. Andreas Kreiling übernahm das Ruder und holte sich in Form von Frank Brüggemann und Jens Tennigkeit zwei Unterstützer an die Seite.
Die Mannschaft war gerade aus der Kreisliga abgestiegen, so dass ein Neuaufbau geplant wurde. Für den Vorstand und den Trainer stand die Entwicklung der Mannschaft und die punktuelle Verstärkung als Ziel im Vordergrund. Ein direkter Wiederaufstieg war nie das Ziel. Ein erster Glückstransfer war Christian Kruse, der von unserem Weg überzeugt wurde und aus Merzen zu uns kam. Gleiches galt zum damaligen Zeitpunkt auch für Phil Wesselkämper, den wir vor allem für das zentrale Mittelfeld und die Standards dazu holten.
Für die Entwicklung der jungen Mannschaft wurde das System geändert und es wurden neue Impulse und Maßstäbe gesetzt. Dies wurde von vielen belächelt und hinterfragt, ob das in Schlichthorst so richtig sei. In vielen intensiven Trainings und zusätzlichen Videoeinheiten wurde an der Fitness und dem neuen Spielsystem gearbeitet. Im Samtgemeindepokal mussten wir herbe Schlappen hinnehmen. Da alle anderen Vertreter höherklassig unterwegs waren, waren die negativen Erlebnisse eingeplant und nicht sonderlich überraschend. Sie hatten durch die Ansprache des Trainers keine negativen Auswirkungen.
Das erste Pflichtspiel im Jahr 2014 führte Christoph Merse und seine Mannschaft dann an einem Freitagabend nach Ohrtermersch. Die Zuschauer (auch Spielerfrauen wurde mir berichtet) trauten ihren Augen nicht. Auf der Bank saßen Stefan Lohbeck, Andre Hinnenkamp, Sergei Dell und Benedikt Pohlkamp. Es wurde vor Anpfiff bereits diskutiert, was das wohl soll und ob der Trainer Ahnung hätte. Wenn 3 Stammspieler der letzten Saison auf der Bank sitzen. Nun ja; nach 26. Minuten stand es 0:4. David Kodde, Dominik Mersch und zweimal Christoph erzielten die Führung. Mit einem 5:2 Auswärtssieg ging es dann für das Team nach Engelern zurück.
Nach 4 Siegen zum Auftakt ging es dann in eine Achterbahnfahrt. Siege, Niederlagen und Unentschieden waren dabei. Deutlich unsere Grenzen wurden uns aufgezeigt in der 3ten Runde des Kreispokal. Wir lernten aus einem 0:7 gegen das Topteam aus Lechtingen, dass wir noch einiges an Weg zu laufen hatten.
Die Hinrunde beendeten wir auf einem guten 5 Platz. Mit 8 Siegen und 26 Punkten konnten wir zufrieden sein. In der Winterpause wollten wir dann fleißig sein und an uns arbeiten so, dass wir uns verbessern.
Leider ging es dann nicht so erfolgreich los. Badbergen war eine sehr spezielle Geschichte, Freitag der 13, ihr kennt das alle. Nach 11 Minuten lagen wir bereits mit 0:4 hinten. Wir kämpften uns auf ein 4:5 heran und wurden schlussendlich ausgekontert. Diese Erfahrung in Badbergen wurde aber noch wichtig für die Zukunft.
Weitere Spektakelspiele sollten natürlich folgen: Als Beispiel ist hier angeführt ein 5:4 gegen Neuenkirchen II. Auch hier gerieten wir wieder früh in Rückstand. Die Mannschaft biss sich aber rein und drehte in der Nachspielzeit zum umjubelten 5:4 durch David.
Gegen den späteren Meister aus Alfhausen konnten wir ein Unentschieden erspielen. Dies geschah am Ende einer Saison, in der wir auch einiges an Verletzungspech zu beklagen hatten.
Das letzte Saisonspiel in Vechtel sollte eine ordentliche Saison dann abrunden. Mit dem 10ten Sieg in der Rückrunde wurde das dann auch gemacht. Mit 33 Punkten aus 15 Rückrundenspielen waren wir auf dem richtigen Weg.
Zum Saisonende gab es dann auch zwei Verabschiedungen: Mario und Michael Röwer wurden aus dem Kreis der Ersten verabschiedet.
Fakten zur Saison; Abschluss auf Platz 5 mit 58 Punkten, Torverhältnis 86:57, 18 Siege 4 Remis und 8 Niederlagen, David 31 Tore, Christoph 14 Assist
Zur Saison 2015/ 2016 wurde der Kader gezielt verstärkt und verjüngt und es braucht Popcorn
Im Sommer gelangen uns dann einige Neuverpflichtungen getreu dem Motto: Wer ganz oben mitspielen will der braucht einen konkurrenzfähigen Kader und Konkurrenz im eigenen Training.
Für das Tor holen wir aus Merzen Michael Brüwer dazu, dieser sollte für uns Trainingsqualität und Leistung einen sehr guten Einfluss haben. Für die Verjüngung der Mannschaft holen wir dann mit Michael Hegemann und Bastian Kopmann zwei Jungs, die auf das letzte A-Jugend Jahr verzichten. Mit seinem Bruder Michael wechselt auch Marcel Hegemann zu uns. Ein weiterer junger Neuzugang ist Fabian Mazanowski aus Neuenkirchen.
Das Betreuerteam um Jens und Frank wurde durch Michael Röwer ergänzt. Wir stellten uns also in allen Bereichen breiter auf.
Nach einer schweißtreibenden Vorbereitung und einigen lehrreichen Spielen (vor allem wieder Samtgemeinde Pokal) ging es für uns dann die diesmal mit einem Heimspiel im Krombacher Pokal los. Gast war der TuS Engter. Der Tus aus Engter war im Sommer aus der Kreisliga abgestiegen und somit ein sehr guter Gradmesser für uns, wie weit sind wir schon. Mit einem starken und krachendem 5:0 Heimsieg ging es für uns sehr gut los. Das Spiel sollte dann auch der Beginn einer langen Siegessserie sein.
Erst Mitte September gaben wir die ersten Punkte ab. Mit einem 2:2 in Kettenkamp endet die 10 Pflichtspiele lange Siegesserie. Unter den Siegen waren die Highlights:
Punktspiel bei Eintracht Neuenkirchen II 5:0
Pokalspiel gegen SG Voltlage (Kreisliga) 5:0
Hier wurde schon sichtbar, dass wir unsere Defensive im Vergleich zur Vorsaison verbessert hatten. Ganz wichtig war aber, dass es nicht zu Lasten der Offensive ging. „Das Eine tun ohne das Andere zu lassen“.
Im Saisonverlauf konnten wir uns sogar noch einen Termin in Rödinghausen für ein Testspiel genehmigen. Gegen eine gemischte Mannschaft aus U17, U19 und U23 war das ein schöner Test. Zitat Bericht von damals: Mit der Ansage alles unter einem 0:8 wäre ein Erfolg, wusste der Trainer in welche Richtung es geht. Müde belächelt von der Mannschaft konnte man sich von Beginn an hinten kaum raus lösen. Am Ende gab es ein 1:9.
Im November kam es dann zum Duell mit dem TuS aus Badbergen. Die Mannschaft, die in jeder Rückrunde alles erreichen kann und entsprechend war uns die Wichtigkeit der Partie bewusst. Wir gewannen am Ende verdient mit 4:1 bei regnerischem Wetter. Die Hinrunde beendeten wir mit 34 Punkten. 11 Siegen standen nur 3 Niederlagen gegenüber und 1 Remis. Zur Winterpause standen wir auf Platz 1 (ungleiche Anzahl an Spielen) und konnten mit kleinem Gedicht am Weihnachtsbaum den Platz an der Sonne feiern.
Nach der Winterpause kamen wir extrem gut aus den Startlöchern. Mit einem 9:1 in Ohrtermersch begann die Mission Titel. Drei weitere Siege sollten uns helfen in einen Lauf zu kommen. Gegen die Konkurrenten aus dem oberen Bereich Bersenbrück II und Fürstenau spielten wir jeweils unentschieden. Kettenkamp als einer der Verfolger wurde mit 5:0 überrollt.
Ab Mai ging es dann Schlag auf Schlag; Badbergen war in der erwarteten guten Form und wir hatten mit uns zu kämpfen. Viele englischen Wochen im Mai sorgten dafür, dass wir die erste Niederlage seit Oktober kassierten (1:2 in Fürstenau). Nachholspiel aus der Hinrunde. Das Pfingstwochenende mit 2 Spielen war dann sinnbildlich. Zuhause 0:1 gegen Vechtel verloren (ebenfalls Nachholspiel aus der Hinrunde, draus gelernt und in Voltlage 6:1 gewonnen.
Dann ging es in die letzten 5 Tage der Saison. Wir als Tabellenführer, Badbergen als Jäger. Sonntag, 22.05.2016 Auswärtsspiel in Grafeld. Wir betrieben hohen Aufwand und liegen plötzlich nach einem Konter zurück. Aber wieder hilft uns unsere Fitness und die Mentalität. Wir erzwingen den Ausgleich und nehmen wenigstens einen Punkt mit.
25.05.2016 in Eggermühlen vorletztes Spiel, mit einem Sieg reicht uns in Badbergen ein Unentschieden. Kurzfristig müssen wir hier arbeitstechnisch die Startelf ändern. Wir gewinnen verdient mit 4:1 und haben den letzten Matchball in der eigenen Hand.
27.05.2016 der Tag, der in die Geschichte der DJK eingeht. Mit Bus und viel Glaube an sich selber fahren wir zum absoluten Showdown nach Badbergen. Ca. 400 Zuschauer kommen zum Spiel 2ter gegen 1ter. Die ganze Liga hat auf dieses Spiel gewartet. Sogar eine Ansetzung mit Linienrichter wird zum wichtigsten Spiel der Saison vorgenommen.
Ein erstes Tor nach 5 Minuten von Kruse wird wegen vermeintlichem Aus abgepfiffen. In der ersten Halbzeit ist Badbergen tonangebend und geht durch Gorny nach Elfmeter in Führung.
Für den Abschluss gibt es dann mal die Texte aus dem Spielbericht von der Homepage.
„Nach der Halbzeit gibt weiter Badbergen den Ton, unser Rückhalt im Tor Florian hält alles, was aufs Tor kommt. In Minute 75. geben wir das Startsignal auf das Tor zu gehen. Und dann kommt diese Szene, die so viel beschreiben könnte. David fightet um den Ball setzt seinen Torschuss an die Latte, und dann ist er da dieser Moment, wo alle Dämme brechen. Kruse steht goldrichtig und nutzt den Abpraller zum 1:1 (Danke Lena).“
„Anschließend sind noch lange 9 Minuten incl. Nachspielzeit zu gehen, die Mannschaft verteidigt nun mit allen, Michael Schnerre kann einen Konter leider nicht abschließen, wird beim Torschuss noch gestört und holt die Ecke raus.
Ein letzter Freistoß segelt vor das Tor, passend zu unserem Willen, klärt Christoph Merse im letzten Moment, und dann ist es vorbei!“
Fussball ist mehr als gewinnen und verlieren, unentschieden ist auch verdammt geil!!!!!!!
Um mit den Worten von Xavier Naidoo zu vollenden; es gibt nichts mehr außer
DANKE zu sagen
DANKE: Julia; dafür, dass du hinter meiner Arbeit stehst und so oft auf mich verzichtest, gerade in den letzten 4 Wochen war das sicher nicht einfach, zumal die Gedanken oftmals beim Spiel, der Spielidee, der Aufstellung oder dem nächsten Gegner waren.
DANKE: die Spielerfrauen; danke, dass ihr den Jungs die Zeit gebt, sich im Rahmen ihres Hobbies so oft von zuhause zu entfernen!
DANKE: Brügge, Jens und Martz! Dafür dass ihr die pünktlichsten Betreuer der Welt seid, und oftmals auch die passenden Worte findet, um den Trainer in die richtige Bahn zu schubsen!!
DANKE: Günter Meyer, der als Sponsor alle Wünsche erfüllt!
DANKE: Christian Schulte (stellvertretend für den Vorstand), wir telefonieren so oft und lassen den anderen nicht in Ruh, dass offene Ohr ist viel Wert, nicht nur für mich, sondern auch für die Mannschaft. Wir sind voll drin im 3-Jahresplan!!!!!!
Danke: an Leo, Wolfgang und die ersten Damen, die uns oftmals mehr als eine Platzhälfte zur Verfügung gibt und ein Dank gilt auch der zweiten Damen, die uns gestern auch zahlreich unterstützte!
DANKE: Mario und die zweiten Herren; danke für das super Verhältnis, was zwischen den beiden Mannschaften herrscht.
Danke: allen weiteren Gönnern und Unterstützern und DJK-Familienmitgliedern, die regelmäßig mit Bier, Geld und kritischen Worten dafür sorgen, dass wir auf dem Boden bleiben!
und schlussendlich:
DANKE DANKE Danke an 21 unfassbar junge und willensstarke Spieler; was ihr in den letzten 2 Jahren geleistet habt um heute Morgen als Meister aufzustehen, ich ziehe meinen Hut!!!!! Besonders hervorheben möchte ich gerade die Spieler, die weniger Minuten auf dem Platz waren: Magic Pöttker, Marcel Hegemann, Michael Brüwer, Benedikt Pohlkamp, Michael Schnerre, Sergej Dell; genießt diesen Moment!!!!!Ich weiß, dass es oftmals nicht einfach war; aber ihr habt es so angenommen und dazu beigetragen, dass wir als Team einen riesen Zusammenhalt haben!
„Kreisliga ist, wenn du wieder dabei bist!!“
Leider können wir die Videos nicht in der Chronik veröffentlich. Für mich unvergessen bleibt das Video von Barbara Meyer zum 1:1. Und auch das finale Video mit Schlusspfiff und den brechenden Dämmen.
Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass es wilde Partynächte und Nachmittage gab.
Kurz für alle zur Erinnerung; Abfahrt aus Badbergen, wo das Bier nur noch fließt und wie ich später hörte auch der warme Korn unter der Dusche, Halt bei Reinermann in Schwagstorf um Torsten Küthe (auf Hochzeit) in den Arm zu nehmen, Party Gaststätte Ricke, Treffen bei Familie Kodde am Morgen, Fahrt im Pferdeanhänger Familie Thale, Balkon Christoph Merse, anschließend Sportplatz und weiter…. Unvergessen….
Fakten zur Saison: Platz 1 mit 71 Punkten, Torverhältnis 96:32, beste Abwehr der Liga; 22 Siege 5 Remis und 3 Niederlagen; David 40 Tore und 25 Vorlagen
Die beste Saison der Vereinsgeschichte beginnt mit einer dicken Überraschung im Samtgemeindepokal
Auf Grund der Verabschiedung von Jens, Michael und Frank mussten wir einen neuen Betreuer für die erste Herren suchen. Niklas Smulski übernahm die Aufgabe als Betreuer und konnte so gleich miterleben was Schlichthorst bedeutet.
Leider mussten wir nach einer Saison Michael Brüwer wieder zum BWM ziehen lassen. Für unsere Offensive holten wir mit Maxi Feldmann einen jungen talentierten Spieler aus Merzen, der ebenfalls zum Glücksfall wurde.
Im Samtgemeindepokal wollten wir uns diesmal besser und zielstrebiger präsentieren. Das erste Spiel gegen SG aus Voltlage wurde gewonnen. Im zweiten Spiel ging es dann gegen erste Garnitur der Blau Weißen aus Merzen. Wir gewinnen das Spiel und haben somit die Chance auf den Pokal. Laut einigen Aussagen war das der erste Sieg überhaupt gegen BW Merzen I. Leider konnten wir am Samstag gegen Neuenkirchen nicht mit den Leistungen anknüpfen und verloren mit 0:3. Dadurch gab es dann 3 Mannschaften mit 6 Punkten und es wurde über die Lotterie Elfmeterschießen ausgetragen. Wir verloren gegen Merzen und wurden somit nur Dritter.
Saisonbeginn in der Kreisliga:
Mit einem Sieg gegen den Mitaufsteiger aus Badbergen sollte die Saison dann für uns gut los gehen. Ein glattes 5:1 gab uns Auftrieb für die nächsten Wochen. Durch die nächsten Gegner war uns bewusst was es bedeutet in der Kreisliga zu spielen. Wir verloren 6 Spiele am Stück und zahlten etwas Lehrgeld. Gutes Spiel in Kalkriese, wo nur das Ergebnis nicht passt. Chancenfülle und strittiger Handelfmeter gegen uns. Gegen Bippen kann man auch mit einem 3:3 leben und darf sich nicht auskontern lassen. Chancenlos gegen den FCR Bramsche (sollte aber für den Kopf noch wichtig werden). Mal wieder ein Spektakel gegen Neuenkirchen, wir verlieren am Ende 4:5. Desolate Vorstellung dann in Rulle, mit einem 0:4 noch gut bedient. Im Anschluss gibt es dann eine Niederlage gegen den Tabellenführer aus Hollage.
Bilanz nach 7 Spielen: 1 Sieg gegen Mitaufsteiger, 6 Niederlagen am Stück. Aber keine Unruhe im Verein. Vielen wähnten sich bereits wieder im gleichen Film wie zwei Jahren vorher, als die Mannschaft abstieg. Mit dem Auswärtssieg in Wallenhorst geht es dann für uns aufwärts. Siege gegen Voltlage, Ostercappeln/ Schwagstorf, Ankum II, Hunteburg und Venne lassen uns in der Liga ankommen. Highlight der Siegesserie und sicherlich auch unvergessen. Der Sprint von Florian Meyer in Tim Wiese Manier nach dem Siegtreffer in der Schlussminute in Hunteburg.
Die ungeschlagene Serie wird dann vom späteren Meister aus Quakenbrück deutlich beendet. Zitat Homepage: „Eben stand unser Auswärtsspiel beim Tabellenführer Quakenbrück an. Das Endergebnis von 8:0 spiegelt das Spiel gut wieder. Von Sekunde 1 bis Abpfiff waren wir nicht bereit die Grundtugenden abzurufen, um uns zu wehren.
Ich entschuldige mich bei allen Mitfahrern und Zuschauern für die Leistung meiner Mannschaft. Wir werden das Dienstag und Freitag aufarbeiten!“
Mit einem 2:1 Auswärtserfolg in Badbergen beschließen wir dann eine sehr ordentlich Halbserie in der Kreisliga.
Die Rückrunde startet dann ebenfalls mit Niederlagen gegen die Teams von oben. Mit einem wichtigen Sieg gegen Wallenhorst gehen wir dann in eine Auf und Ab Serie. Am 30. April 2017 konnten wir dann den frühzeitigen Klassenerhalt feiern.
Zitat aus der damaligen Zeit:
(aus dem Chatverlauf der ersten Herren: „Männer geile Sache die Maloche hat sich ausgezahlt; Klassenerhalt !!!!!!!!!!!! Wir können Stolz auf uns sein, lasst euch heute feiern; ich persönlich bin sehr froh Teil dieser Mannschaft zu sein.“
Auch der Trainer ist mächtig stolz; vor 3 Jahren den Plan mit dem Vorstand entwickelt und er ist völlig aufgegangen, erste Jahr aneinander und die neue Philosophie gewöhnen, zweite Jahr den Aufstieg angreifen und dritte Jahr die Kreisliga rocken. Ich glaube man muss keinen herausheben, sondern diese Mannschaft kommt über das Kollektiv und den Teamgeist. Wie singen wir immer: Schlichhorst hat ein geiles Team das können wir so sagen und wenn wir immer Vollgas spielen dann können wir jeden schlagen, shalallalalalalalallalalalalala. Wir stellen immer wieder um, und letztendlich sehen wir kaum Unterschiede. Die Mannschaft hat sich prächtig entwickelt. Das Schöne ist wir haben noch 5 Spiele Zeit und können das „Beste Ergebnis der Vereinsgeschichte erreichen“, das sollte für alle Motivation genug sein in den letzten Spielen Gas zu geben.
Und genau das taten wir dann auch. Mit Siegen gegen Alfhausen, Venne und Bippen machten wir den 7ten Platz klar und konnten den Meister aus Quakenbrück zur Party erwarten. Das Hinspiel war noch präsent jedoch war ein Klassenunterschied wieder erkennbar. Das 3:6 tat unserer Stimmung keinen Abbruch und wir feierten wieder ausgiebig. Als Abstiegskandidat Nummer 1 gehandelt als 7ter ins Ziel gelaufen. 14 Siege in der Kreisliga, 2 Unentschieden ergeben 44 Punkte. Torverhältnis 66:73, David 20 Tore und 20 Vorlagen
Kommen wir zur Pokalgeschichte in der Saison
Bevor es zu einem für uns wegweisenden Duell in Bramsche kommt, spielen wir in der ersten Runde in Gehrde. Dort gewinnen wir im Elfmeterschießen. Gleiches gilt dann für das Heimspiel in Runde 2 gegen Venne. Auch hier setzen wir uns in der Lotterie durch.
Das Spiel in Bramsche war eigentlich schon vorher entschieden. Vier Wochen zuvor hat der FCR uns in Engelern die Grenzen deutlich aufgezeigt. Gleiches wurde natürlich auch für den Pokal erwartet aus Bramscher Sicht. Also ging es nur um die Höhe des Sieges. Das Spiel beginnt dann aber sehr gut für uns. Wir gehen nach 13 Minuten durch Christoph in Führung. Auf den Ausgleich haben wir durch Michael Hegemann die passende Antwort. Nach dem 3:1 durch David nach einer halben Stunde war Unruhe auf Seiten der Bramscher. Kurz vor der Halbzeit verkürzen Sie dann bereits auf 2:3. In der zweiten Halbzeit werden wir eingeschnürt und die Bramscher drücken auf den Ausgleich. Dieser fällt dann auch zum 3:3. Doch wir lassen uns nicht umhauen, sondern wir schlagen in Form von David mit dem 4:3 zurück. Anschließend verteidigen wir alles und gewinnen nicht unverdient gegen Bramsche. Eine der ersten großen Überraschungen im Verlauf unserer Saison.
Im Viertelfinale endet unsere Pokalreise mit einem 1:3 in Lechtingen. Die dortige zweite Mannschaft erweist sich als Favoritenschreck und zieht bis ins Habfinale.
Die zweite Saison ist immer die schwierigste für einen Aufsteiger
Neu zum Kader stießen mit Fabian Ricke und Christian Zisik.
Getreu nach dem Motto der Überschrift führt uns das erste Pflichtspiel direkt vor Augen was uns erwartet. Wir haben zu keiner Zeit beim klassentieferen SC Herringhausen das Niveau eines Kreisligisten und verlieren verdient. Wir scheiden damit direkt aus Pokal aus.
Und gerade in solchen Phasen kommt Bramsche als Gegner gerade recht. Der damals als Geheimtipp registrierte Gast musste für uns herhalten. Bereits nach zwei Minuten gingen wir 1:0 durch David in Front. Bereits nach 18. Minuten gibt es dann nach Balleroberung das 2:0. Zwei Chancen zwei Tore, wenig Ballbesitz. Kaunas erzielt dann in der Bramscher Druckphase den Anschluss. Wir haben anschließend mehrere Großchancen die nicht genutzt werden. Erlösung gibt es dann durch Kruse und seinen Treffer zum 3:1. Stefan Lohbeck macht mit dem 4:1 den Deckeln drauf.
Also wichtiger erster Sieg im ersten Saisonspiel. Mit gestiegenem Selbstvertrauen schlagen wir im Anschluss die Eintracht aus Neuenkirchen und auch Achmer. 3 Spiele 3 Siege zum Start der Kreisliga. Unsere Bäume wachsen aber nicht in den Himmel. Niederlagen gegen Venne und Ostercappeln/ Schwagstorf holen uns auf den Boden zurück.
Ende September gewinnen wir dann letztmals in der Hinserie. Nach dem Sieg gegen Voltlage setzt es heftige Pleiten gegen Kalkriese, Merzen und Bramsche. Lediglich in Wallenhorst punkten wir nochmal einfach. Wir stehen im Winter mit 16 Punkten also knapp über dem Strich.
Für unsere Mannschaft gibt es in diesem Jahr dann eine besondere Ehre. In zwei Kategorien sind wir bzw. David für die Players Party in Osnabrück nominiert. Unser Team wurde in der Kategorie als Newcomer des Jahres nominiert.
David schaffte die Nominierung im Bereich Spieler des Jahres. Über das Internet konnte dann abgestimmt werden. Mit Bus und guter Laune ging es dann ins Alando. Ohne eine Ehrung fuhren wir dennoch gut gelaunt wieder nach Hause.
In der Rückrunde ist es dann ein ähnliches auf und ab. Wir sammeln am Ende 17 Punkte für den Klassenerhalt. Eins der wenigen Highlights war die Serie des Tabellenführers aus Kalkriese zu beenden. Nach 10 Siegen am Stück schafften wir es ein 1:1 zu erkämpfen und die Kalkrieser Serie zu beenden. Ein Zeichen im Abstiegskampf. Zwei Spieltage vor Schluss sind wir dann gerettet. Leider reicht unsere Leistung in Wallenhorst nicht um das selber zu machen. Die Konkurrenz hilft uns, so dass wir uns auf ein drittes Jahr Kreisliga freuen können. Paar Tage später schaffen wir gegen Rulle ein unglaubliches 1:1 weil wir wieder alles raushauen. Das letzte Spiel fiel dann wegen Nichtantritt unseres Gastes aus Ostercappeln aus. So gingen wir direkt an die Theke und feierten den Klassenerhalt.
Zita Homepage: „Wir waren nah am Abgrund schafften aber immer wieder uns zu entfernen, um nicht runterzufallen. Sicherlich müssen wir uns eingestehen oftmals die letzte Konsequenz haben vermissen zu lassen. Dennoch können wir stolz sein und klar sagen: Kreisliga wir sind weiter dabei…“
Mit dem Abstieg im dritten Kreisligajahr endet dann eine kurze Ära
Im Vorfeld gab es hier einen Wechsel im Betreuerteam.- Philipp Hatke übernahm den Posten des Betreuers. In vielen intensive Cliquengesprächen wurde er überzeugt.
Wir spielen eine sehr schlechte Saison holen insgesamt nur 14 Punkte, 2 in der Hinrunde und 12 in der Rückrunde. Und steigen verdient aus der Kreisliga ab. Wir werden in diesem Jahr zur absoluten Schießbude der Liga mit 117 Gegentreffern. Viele Verletzungen und ein sehr teurer Sommerabgang von Stefan Lohbeck nach Merzen lassen uns nicht konkurrenzfähig erscheinen. Gerade in der Hinrunde war es für den Trainer sehr schwer, doch der Charakter der Mannschaft zeigte sich auch hier wieder. „Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen“ und genau das taten wir. Kneifen kam für niemanden in Frage.
Nur punktuell können wir gute Ergebnisse erzielen. Wir kassieren unfassbare Klatschen die uns die Grenzen aufzeigen. Bramsche 2:6 und 1:11, Neuenkirchen 1:8, Rieste in Klammern 0:9 (Spiel wurde auf Grund Riester Ablehnung nicht verlegt), Fabian Rickes 30ter Geburtstag war am Vorabend gut. Rulle 0:10; entsprechend war absehbar das wir eigentlich die Klasse nicht halten können.
Besonderes Spiel für alle in der Rückrunde gegen Rieste
Mit einem neuen Intro vor dem Spiel in der Kabine wurde die Mannschaft gegen den späteren Meister aus Rieste dann nochmal motiviert. Und wir schafften es Andre Homer und Kollegen (Bezirksligamannschaft) mit einem 1:1 zu überraschen, wie auch alle anderen Kreisligabeobachter.
Mit dem Abstieg endet dann auch die 5-jährige Amtszeit von Andreas Kreiling.
Zitat Homepage:
Die Mannschaft war ein absoluter Glücksfall für mich. Ich konnte mich mit neuen Methoden befassen und diese Themen ausprobieren. Immer wieder bekam ich ein Feedback aus der Mannschaft und konnte so nicht nur die Spieler entwickeln, sondern auch mich selber. Gemeinsam haben wir bestimmte Motivationsstrategien und Maßnahmen angestoßen und umgesetzt. Natürlich hat das auch zu der ein oder anderen Diskussionen geführt, aber die erreichten Erfolge spiegeln insgesamt eine positive Weiterentwicklung wider.
Als besonders positiv wird mir der Umgang mit den deftigen sportlichen Niederlagen (z.B. Spiele gegen Bramsche und Neuenkirchen), die wir gemeinsam einsteckten, in Erinnerung bleiben. Gerade in dieser Zeit war es nicht leicht neue Motivation zu finden und ich habe mich selber als Coach hinterfragt. Aus der Mannschaft kam danach viel Positives und wir schafften gemeinsam leistungstechnisch im Jahr 2019 den erhofften „Turn-Around“. Die heutige Punkteentwicklung bestätigt unser gemeinsames Vorgehen.
„Schlichthorst hat ein geiles Team,
dass können wir so sagen,
und wenn wir immer Vollgas spielen,
dann können wir jeden schlagen.“
Fakten zur Saison: 15ter Platz mit 14 Punkten, Torverhältnis 30:117, 3 Siege 5 Remis und 22 Niederlagen, Maxi Feldmann 12 Tore, David 7 Assist
Anekdoten und was zum Schmunzeln aus der Mannschaft:
Sommervorbereitung, erste Einheit. Betreuer Jens Tennigkeit in Laufschuhen sagt, ich würde gerne ab und zu mittrainieren, um mich fit zu halten. Ihr braucht mich auch nicht anspielen, ich laufe einfach mit. Gesagt getan, nur nach der ersten Einheit hat man ihn nie wieder auf dem Platz beim Training gesehen, war wohl doch zu anstrengend.
Der Trainer hat neue Methoden in die Trainingsarbeit gebracht. Ob Stelo, Kopi oder sonst wer, wer als erster in der Schlange stand und die hochkomplexen Übungen von Kralle umsetzen sollte, hat sich zu 99% einen Anschiss bzgl. falscher Umsetzung eingefangen; getreu dem Motto „so macht man es nicht“
Christian Kopmann bekam eine Hinrunde lang das Verbot im Kreisspiel vor dem Training mitzumachen. Eine Teilnahme am Kreisspiel war erst gestattet, sofern er den Ball 50-mal hochgehalten hat. (er ist heute noch sauer auf den Trainer, Stand auf seinem Rückblick ganz oben)
Es gab auch weniger schöne Momente: Rote Karte Torsten Küthe im Testspiel in Borgloh. Laut und deutlich zu hören: „Jetzt steht der alte Esel auch noch im Weg.“
Der Trainer hatte die Angewohnheit verschieden Motivationsstrategien zu nutzen. Wir waren einmal gemeinsam im Kino in Ankum und haben den Film der Nationalmannschaft geschaut. Dort heißt es zu Beginn: Ein guter Anfang braucht Begeisterung. Einige Trainings später stellte der Trainer die Frage an Christian Kopmann was braucht es am Anfang. Die Antwort Popcorn brachte die versammelte Mannschaft zum Lachen und wurde im Motivationsfilm des nächsten Jahres untergebracht.
„Woran merkte man, dass Christian Kruse keinen Bock auf Training hatte? Nach einem ersten 10m Lauf zwickte der Unterschenkel und ein Muskelfaserriss wurde vorgetäuscht.“ (Reithalle Tennigkeit)
Im Kreisspiel vor dem Training wurden grundsätzlich bei einem sogenannten Tunnel als Strafe Liegestütze gemacht. Man munkelt, dass dies die Zeit war in der Christian Kopmann einen Astralkörper hatte. Zur Schau gestellt wurden die Liegestützen natürlich auch auf einigen Mannschaftsfahrten.
Die Trainingsbeteiligung von Bene Rüther war immer so eine Sache. Aber als sein Hund häufiger beim Training vorbeigeschaut hat als er, war das Maß wirklich voll.
Beim letzten Saisonspiel der ersten Kreisliga Saison sollte es für den Trainer eine Bierdusche geben. Leider ging das Bier über den Trainer hinweg. Leidtragende war die Stieftochter Mia (9 Jahre alt), die von Christoph Merse komplett begossen wurde. Das zur Entschuldigung angebotene Eis konnte leider nicht die Stimmung aufhellen.