SV DJK Schlichthorst

1.Damenmannschaft geht mit Sieg in die Winterpause

Mit einem nicht unverdienten und enorm wichtigen 2:0-Auswärtssieg gegen das Tabellenschlusslicht TB Twixlum verabschiedete sich das DJK-Damenteam in die Winterpause.

Auf dem ungewohnten, aber recht gut bespielbaren, Schlackeplatz in Emden war es jedoch ein schweres Stück Arbeit die erstmals in dieser Saison in Stammbesetzung angetretenen Gastgeberinnen in die Knie zu zwingen. In einer eher defensiven Grundordnung war die DJK zu Beginn des Spieles darauf bedacht den schon fast obligatorischen frühen Rückstand zu verhindern. Mit etwas Glück und einer gut aufgelegten Anna-Lena Schlüter im Kasten wurde dieser Plan gut umgesetzt –  wobei auf beiden Seiten aber sehr gute Torchancen vergeben wurden. Luisa Wesselkämper erwischte dann kurz vor dem Pausentee die gegnerische Torhüterin auf dem falschen Fuß und schloss flach ins kurze Ecke zur 1:0-Führung ab.

Zu Beginn der 2.Halbzeit folgten wütende Angriffe des TB Twixlum gegen eine unerklärlich nervös und überhastet agierende DJK. Insbesondere die häufigen Ballverluste in der Vorwärtsbewegung schmerzten sehr und so bauten die Gastgeberinnen in der Folgezeit mächtig Druck auf. Aber irgendwie schaffte es das Team und Anna 🙂 mit vereinten Kräften den Kasten sauber zu halten. Erst als abermals Luisa einen der wenigen guten Konter mit Tempodribbling und abschließenden Beinschuss für die Torhüterin zum 2:0 (73.Minute) einschob gingen die Köpfe der noch sieglosen Gastgeberinnen etwas nach unten. Die DJK konnte sich nun etwas vom Druck befreien und bejubelte eine Viertelstunde später den zweiten Saisonsieg in der Meisterschaft.

Zum Abschluss der Hinserie ist es Zeit ein Fazit zu ziehen. Aktuell steht die DJK, mit einem Spiel mehr absolviert als der TUS Glane, in der Tabelle kurz vor den Abstiegsplätzen. Das vor der Saison ausgegebene Ziel – nichts mit dem Abstieg zu tun haben – konnte bislang also nicht erreicht werden.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Der Verlust der Leistungsträgerinnen Thea und Johanna schmerzt sehr und kann natürlich nicht ohne weiteres kompensiert werden. Hinzu kommen mit unseren beiden Studentinnen Caro und Vicky zwei Spielerinnen die uns ab Ende August nicht zur Verfügung standen. Mit Luisa und Sophie hatten wir zu Beginn der Saison zudem auch noch Spielerinnen im Team die nach Verletzungen und längerer Pause noch deutlichen Rückstand hatten. Das mit unserem Küken Sophie nach einem rüden Foul, das mich auch nach sechs Wochen noch immer aufregt, erneut mit Bänderrissen im Knöchel längerfristig ausfällt erschwerte die Situation zusätzlich.
Da mit Thea unsere langjährige Abwehrorganisatorin die Mannschaft verließ dauerte es sehr lange bis wir nun nach vielen Umstellungen allmählich eine gewisse Stabilität in unserem Defensivspiel haben.  Zudem verhielt sich das Team in vielen Situationen dermaßen unkonzentriert, dass unsere Gegner regelrecht zu Toren eingeladen wurden. So wurden leider viele mögliche Punkte verschenkt !
Dass wir auch konditionell bislang selten in der Lage waren unsere Gegner in der letzten Spielminuten in die Defensive zu drücken, fiel deutlich auf und wird ein wichtiger Punkt für die kommende Rückserienvorbereitung werden.

Um dieses kurze Fazit versöhnlich ausklingen zu lassen ist es wichtig zum Schluss die positiven Punkte aufzulisten.

  • Ein nach dem Abstieg aus der Oberliga und erneuten Abrutschen in die Abstiegszone der Landesliga schon sensationell guter Teamgeist.
  • Die Integration der neuen Spielerinnen ins Team ist vollauf gelungen.
  • Die gute Trainingsbeteiligung trotz teilweise sehr zeitintensiver Anreisen. Besonders unser Neuzugang Sarah und unsere Azubi Yvonne sind hier zu nennen.  Chapeau!
  • Die Spielerinnen und damit das Team entwickeln sich taktisch in die richtige Richtung. Das wirklich sehr junge Team kann unmöglich den Leistungsstand der Oberligamannschaft vor zwei Spielzeiten haben – dazu sind einfach zu viele Stammkräfte der damaligen Mannschaft nicht mehr dabei – aber alle hängen sich voll rein und das macht Spaß zu sehen.
  • In keinem Spiel hat sich die Mannschaft hängengelassen. Auch nach frühen Rückständen behielten wir immer den Kopf oben.

All das wird in dieser Saison sicherlich nicht für die Meisterschaft reichen. Sollten wir jedoch nicht wieder von der Verletzungsseuche heimgesucht werden können wir unser selbst gestecktes Saisonziel noch erreichen.